…oder Unkraut?

Da liegen sie alle falsch in Europa.

Portulak ist ein Sommer-Portulak,Gemüse-Portulak und zählt auch zu den Heilpflanzen. Sie wächst auf sehr trockenen Sandböden und ist sehr robust. Beim Spaziergänge sieht man sie oft. Das erste Mal entdeckte ich es in Frankreich. Die wachsen dort wie Unkraut – im wahrsten Sinne des Wortes. Portulak wächst überall und man braucht sich nur von Mutter Natur bedienen.

Dieses Sommergemüse ähnelt von der Konzestenz her wie Okra, nur weniger schleimig 😄, ähnelt auch den Spinat, denn es riecht auch fast gleich. Der Geschmack ist leicht säuerlich und ist wundervoll.

Wir in Vietnam verwenden es in Suppen, kombiniert mit Fisch wegen der leichten Säure. Man kann es aber auch blanchieren und mit Garnelen im nachhinein zusammen andünsten. Die Stängel sind knackig und bissig, wenn man sie nicht all zu sehr totgart.😉😆 Oder im kochendes Wasser paar Minuten abkochen und mit angemachte Fischsoße (VN Art). Optimal als Gemüsebeilage. Die Brühe kann man auch so trinken.

Um anderweitig zu verarbeiten, trenne ich die Blätter vom Stängeln, weil die einen längeren Garvorgang haben. Die dicken Stängeln nun in groben Stücke schneiden, den Rest belassen.

Wasser mit eine oder zwei Tomaten für ca. 5min verkochen und die Portulakstücke hinein geben, kurz danach die Blätter.

Würzen mit etwas Salz, bischen brauner Zucker, Pfeffer und Fischsoßenkonzentrat. Dies alles vorsichtig nach und nach dazugeben, sonst ist die Suppe versalzt. Nach Gaumen individuell abschmecken.

Das ganze dauert nur 10 Minuten.

Diese Suppe kann man mehrmals aufwärmen, wie im Gegensatz zu Spinat, denn der wird giftig, wenn man wieder warm macht!

Warum ist (kann) Spinat giftig beim wieder erwärmen sein?

Nun habe ich mich schlau gemacht, denn Erwachsene konnten mir das damals als Kind nicht beantworten. 😆

Spinat wird durch Bakterien mit der darin enthaltenen Substanz in Nitrosamine umgewandelt. Sprich, gründlich abwaschen oder auch danach blanchieren, da durch die Wärme Nitratgehalt reduziert werden kann. Nitrosamine kann in Verbindung durch Eiweißabbaustoffe gebracht werden. Nebenwirkungen können Erbrechen und Diarrhö erfolgen. Also, zu beachten ist es, den Spinat direkt in den Kühlschrank zu stellen, max. 1 Tag und danach komplett verzehren, dann kann nichts passieren.

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